|
||
|
Das Christentum basiert auf den Lehren von Jesus von Nazareth. Mit rund 2,26
Milliarden Anhängern ist sie die am meisten verbreitete Religion der Erde.
Christen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes und der in der Bibel – der heiligen
Schrift der Christen – angekündigte Retter der Menschheit ist. Der Kern der
christlichen Religion beruht auf der bedingungslosen Liebe Gottes. Der Tod Jesu
Christi am Kreuz wird dabei als Erlösertat Gottes angesehen und somit die Schuld
und Sünde der gesamten Menschheit aufgehoben.
Natürlich können wir Ihnen hier nur einen kleinen Eindruck dessen vermitteln,
was es zurzeit an christlicher Literatur zu entdecken gibt. Schauen Sie
doch einfach auch mal "im richtigen Leben" bei uns vorbei. Viel Spaß beim Lesen
und Schmökern…
Der christliche Glaube an das ewige Leben übt von jeher auf viele Menschen
großen Reiz aus. Auf die biblische Zusage, dass das Leben mit dem Tod nicht
vorbei ist, setzen Menschen seit Jahrtausende große Hoffnungen. Und doch ist
nicht nur den meisten Nichtchristen fraglich oder rätselhaft, was unter dem
„ewigen Leben“ zu verstehen ist, sondern auch vielen Menschen christlichen
Glaubens.
In unserer Zeit regt sich innerhalb wie außerhalb der traditionellen
Glaubensgemeinschaften immer deutlicher ein Hunger nach spiritueller Erfahrung
und Orientierung. Die spirituelle Suche zeigt sich bei vielen als ungestillte
Sehnsucht nach einem erfüllteren Leben.
Die Bibelist nach wie vor das weitverbreiteste Buch der Welt. Viele Zeitgenossen
sind neugierig geworden und fragen, wie die Bibel wohl zu verstehen ist und ob
sie Hilfe für das „ganz normale Leben“ bereithält. Vor dieser Frage muss sich
die Bibel nicht fürchten, denn ihre Texte stecken voller Leben und
Lebenstauglichkeit – die es zu entdecken gilt.
Die Suche nach dem inneren Raum, in dem Gott erfahrbar wird, ist ein zentrales
Bild der christlichen Mystik. Anselm Grün erzählt von der Geschichte dieser
religiösen Suche. Von Anfang an geht es dabei um die Grundfragen des Menschen,
die bis heute von Bedeutung sind.
Auch Schuld und Versagen gehören zum menschlichen Leben. Manchmal ist diese
Einsicht bitter. Aber wo Scheitern und Schuldigwerden nicht stattfinden dürfen,
sondern alles perfekt geraten muss, wird das Leben unbarmherzig und kalt. Gerade
hier ist eine christliche Botschaft der Vergebung eine Inspiration zu mehr
Menschlichkeit. Sie kann den Kreislauf von Schuld und Verdrängung durchbrechen.
Sie macht Neuanfänge möglich und den Aufbruch zu mehr Lebendigkeit.
Beten ist nicht (nur) das letzte Mittel in der Krise, wenn wir nicht mehr
weiterwissen. Beten hilft täglich neu, das Leben zu bestehen.
Spiritualität ist das Gegenteil von Fremdbestimmung. Sie ist die Kunst, die
eigene Lebensspur zu finden und zu gehen.
Warum all das Leid – wenn wir doch Gott als gut und mächtig annehmen? Diese
Frage, so uralt sie ist, springt jede Generation und jeden Gottgläubigen immer
wieder an. Denn all die unzähligen, noch so brillanten Antworten darauf in
Geschichte und Gegenwart mussten und müssen an irgendeiner Stelle einen letzten
Rest an Sinngebung schuldig bleiben. Wenn Johannes B. Brantschen daher hier über
das Leiden zu zerreden oder gar den Leidenden billigen Trost zu geben, sondern
um mit ihnen, aber auch den Gesunden und „Glücklichen“, über das Leiden
nachzudenken.
Ist die Welt bloß Ergebnis eines blinden Zufalls? Oder ist sie im Gegenteil die
Verkörperung göttlicher Kräfte? Für das Christentum ist die Welt weder das eine
noch das andere, sie ist „Schöpfung“. Dieses Buch stellt den christlichen
Schöpfungsglauben vor und antwortete auf die zentralen Fragen: Wie ist das
Verhältnis von religiösem Glauben und Naturwissenschaften? Gibt es eine
Vorsehung Gottes für unser Leben? Warum gibt es so viel Leid und Schmerz, wenn
die Welt eine gute Schöpfung ist? Woher kommt das Böse? Und warum gibt es uns
überhaupt?
Leben im Rhythmus der Zeit: zwischen Alltag und Fest, Tun und Loslassen. In der
Natur ist dieser Wechsel von Werden und Vergehen lebenswichtig für Wachstum und
neues Leben. Aber auch Menschen verkümmern, wenn die Zeit einerlei wird und
keinen Rhythmus mehr kennt. Die christliche Einteilung des Tages, der Woche, des
Jahres ist eine Inspiration, die Zeit selbst zu gestalten und dem Alltag Sinn
und Halt zu geben. So kommen wir den Grunderfahrungen des Lebens auf die Spur
und erfahren das Geheimnis des Wachstums.
Von Zeit zu Zeit kommt in uns eine tiefe Sehnsucht auf, alles hinter uns zu
lassen, auf den Weg zu gehen, neue Erfahrungen zu machen. Weil immer mehr
Menschen genau das in ihrem Leben schmerzlich vermissen, hat das Pilgern neues
Interesse gefunden, nachdem es in Europa nahezu vergessen war. Doch die Gefahr
ist groß, dass über das Aktualität der Pilgerfahrt die Spiritualität des Weges
verloren geht. Roland Breitenbach erzählt von dieser spirituelle Tiefe des
Weges, der für den Menschen Sinnbild für seinen Lebensweg sein kann.
Der Advent als geheimnisvolle Zeit der Erwartung und das
Weihnachtsfest als Sternstunde des Lebens gehen uns unmittelbar zu Herzen.
Unergründlich und zugleich unendlich nahe: Gott ist der Urgrund
allen Seins und Quelle der Liebe. Wie lässt sich heute von ihm reden? Was
bedeuten Menschwerdung, Tod am Kreuz und Auferstehung für unser Leben. |
||
|
|
||
| Alle Bilder und Texte mit freundlicher Genehmigung des Herder Verlags. | ||
|
|
||