Unsere Tipps im Juli
Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden, welche Bücher für den Buchtipp besonders geeignet sind. Ich dachte bei den warmen Temperaturen im Sommer sollte es etwas Leichtes, aber trotzdem Interessantes sein. Und so habe ich vier Bücher rausgesucht:
  • Bardo - ist an manchen Stellen sehr traurig, aber es schenkt auch Mut und viel Kraft
  • Einmal Buddha und zurück - das Kultbuch aus Schottland oder wie der Buddhismus nach Glasgow kam
  • Shiva Moon - an manchen Passagen kann man nur den Kopf schütteln und muss aufpassen, dass man beim Lachen nicht vom Stuhl fällt
  • Notbremse nicht zu früh ziehen - in manchen Ländern geht eben alles etwas anders, als bei uns

Neugierig? Dann kommen Sie doch vorbei und nehmen eins davon mit nach Hause... :-)
Ihre Tina Isensee


Bruno Portier: Bardo - Rückfahrkarte Leben/Tod

Roman

Mystische Erzählung zum Punkt der Wiedergeburt

Evan und Anne sind mit ihrem Motorrad in Tibet unterwegs. Beim Versuch, einem plötzlich auftauchenden Bauern auszuweichen, kommt es zum Unfall, Anne kommt ums Leben. Der tibetische Bauer kümmert sich um das Paar und praktiziert Übergangsrituale für die sterbende Anne. Getragen von ihrem Karma durchlebt sie einzelne Stationen ihres Lebens noch einmal. Beim „Bardo“, dem in der tibetischen Tradition so bezeichneten Zustand zwischen Leben und Tod, entscheidet sich Anne dafür, wiedergeboren zu werden. Dem Autor gelingt es meisterhaft, die Thematik des tibetischen Totenbuchs in Romanform zum Leben zu erwecken.
(7,99 Euro, Goldmann)


Anne Donovan: Einmal Buddha und zurück

Roman

Nie hätte sich Jimmy, ein einfacher Glasgower Handwerker, träumen lassen, dass er einmal den Buddhismus für sich entdecken würde. Aber die Erleuchtung geht manchmal seltsame Wege – und Jimmy, der den derb-deftigen Genüssen des Lebens nicht gerade abgeneigt war, besucht nicht mehr sein Pub, sondern das Buddhistische Zentrum. Er meditiert, schwört sämtlichen Lastern ab und bringt damit seine Freunde, vor allem aber seine Frau und seine Tochter, ganz schön aus der Fassung …
(9,99 Euro btb)


Helge Timmerberg: Shiva Moon

Eine Reise durch Indien

„Ach, das Yoga der Veden“, sagt er und wirft dabei ein Bein um seinen Hals. „Für diesen Scheiß müssen Sie nach Rishikesh fahren.“ „Genau das habe ich vor. Aber erst muss ich noch nach Gangotri.“ „Sie wollen an die Quelle des Ganges?“ Scarlets Yogalehrer nimmt fast erschrocken das Bein wieder runter. „Da ist es jetzt aber scheißkalt.“
(8,95 Euro, Rowohlt)

Helge Timmerberg, geboren 1952 in Dorfitter (Hessen), ist Abenteurer, Journalist und Reiseschriftsteller. Er schreibt Reportagen aus allen Teilen der Welt, unter anderem für „Stern“, „Die Zeit“, „Merian“ und „Playboy“. Sibylle Berg über ihn: „Den ersten richtig großen und tiefen Neid empfand ich, als ich Helge Timmerberg kennen lernte. Er war in meiner Generation der beste Schreiber Deutschlands und der freieste Mensch, den ich jemals getroffen habe.“


Andreas Altmann: Notbremse nicht zu früh ziehen!

Mit dem Zug durch Indien

Von Bettlern und Businessmen, Heiligen und Huren.

Die Grundregel jedes guten Reporters lautet: Nichts schon wissen, alles vor Ort erfahren. Andreas Altmann hat sich daran gehalten. Er hat sich in Bombay in den Zug gesetzt und ist einfach drauf losgefahren. Mit dem festen Vorsatz, Indien mit allen Sinnen in sich aufzunehmen. Altmann sucht den Menschen und er findet ihn, in Slums, Bordellmeilen, Hindu-Heiligtümern und in der drangvollen Enge der Indian Railways.
(7,99 Euro, Rowohlt)

Alle Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Verlage.


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